Seit 2008 beschäftige ich mich intensiv mit dem Themenkomplex "Nachhaltigkeit" und welche Auswirkungen die damit verbundenen Handlungsfelder auf die Immobilienwirtschaft haben. Eine äußerst spannende Zeit, zumal wenn man sich der Branche von außen nähert. Denn die Hintergründe als "Nicht-Immobilistin" zu verstehen, die die Branche zur Beschäftigung mit "Sustainability" geführt haben, brauchte seine Zeit. Gefordert war - und ist mehr denn je - Zusammenhänge zu erkennen. Mit dem Hinzukommen von ökologischen und sozialen Faktoren sowie technologischen Neuerungen, muss der Blick auf eine Immobilie deutlich erweitert werden, statt sie - wie bisher - lediglich als Wirtschaftsgut zu betrachten. Darüber hinaus besteht die Notwendigkeit zu mehr Transparenz und einer offeneren Kommunikation. Alle Faktoren zusammengenommen, stellen bisherige Managementprozesse, aber auch Geschäftsmodelle und insbesondere die Unternehmenskultur vor neue Herausforderungen. Womit sich die Immobilienbranche in guter Gesellschaft mit anderen Wirtschaftssektoren befindet. Querdenken ist gefragt und vernetztes Handeln angeraten, jedoch kaum Praxis. Das wird sich ändern (müssen). Um so interessanter ist es, die bevorstehende Transformation journalistisch zu begleiten. Nachfolgend finden Sie meine beiden Hauptthemenfelder, auf die ich mich in den vergangenen 7 Jahren spezialisiert habe.

TRansformationsPROZESSE

Die nächste (R)evolution kommt bestimmt! Dinge, die als sicher gelten, gibt es nicht mehr! Die technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen zwingen (Immobilien-)Unternehmen, ihr Handeln insgesamt auf den Prüfstand zu stellen. Was Jahrzehnte lang nicht hinterfragt wurde, verlangt nun nach Lösungen. Arbeitswelten, Einkaufswelten und Wohnwelten - alles befinden sich in einem radikalen Wandel. Übergeordnet dazu stehen bisherige Stadt-, Energie- und Verkehrsinfrastrukturen auf dem Prüfstand. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden Unternehmen nicht mit den Lösungen des 20. Jahrhunderts beantworten können. Ich habe mich in den letzten 7 Jahren eingehend mit den Veränderungen und ihren Auswirkungen beschäftigt und bin daher in der Lage, die Situation zu analysieren, sie einzuordnen und Zusammenhänge herzustellen und anschließend journalistisch aufzubereiten. 

Nachhaltigkeitsintegration

Eine verpasste Chance! Als die Immobilien- und Finanzkrise die Immobilienwirtschaft 2007/2008 durchschüttelte, kam das Thema Nachhaltigkeit genau zur rechten Zeit, um das angekratzte Image aufzupolieren. Die Zertifizierung von Gebäuden wurde als "die" Errungenschaft gepriesen. Nach 7 Jahren ist man nicht viel weiter. Dass die mit Nachhaltigkeit verbundenen Themen die Transformation erst in Gang gesetzt haben, wird geflissentlich übersehen. Nun ist die "Büchse der Pandora" jedoch offen und Marketing nicht die Lösung, mit der sie geschlossen werden kann. Wie also geht die Immobilienwirtschaft mit der "ungenutzten Chance" um? Wie implementieren Unternehmen Nachhaltigkeit als Teil einer umfassenden Neuorientierung in ihre Strukturen? Da ich mich umfassend mit dem Themenkomplex und dessen Integration in immobilienwirtschaftliche Prozesse auseinandersetze, bin ich in der Lage, die Situation zu analysieren, zu bewerten und journalistisch anzupacken.